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LVG-Ausflug 2011 mit Hindernissen

Oder: Wie man aus Spargel zuerst Krabben und dann Cola macht

Die Vorgeschichte

Die ursprüngliche (ganz spontane) Idee hieß: Lasst uns gemeinsam Spargel essen. Gute Idee, aber wir sind schließlich ein Luftsportverein. Da will man sich nicht nur auf dem Boden, sondern auch in der Luft bewegen. Somit stellte sich die Frage, welche Ziele von EDWQ in etwa einer Flugstunde erreichbar sind und am Platz gastronomisch etwas zu bieten haben. Die Wahl fiel auf Heide-Büsum (EDXB): problemlos erreichbarer und gut anfliegbarer Platz mit netten Leuten und uhriger Gastronomie. EDXB ist aber vor allem für das beste Kilo-Bravo (Krabbenbrot) bekannt. Manfred und ich hatte vor ein paar Jahren bereits das Vergnügen, dieses testen zu dürfen. Schnell werden zwei Termine festgelegt und die Einladungen an die Mitglieder verschickt.

Sonntag, 12.06.2011

Frank und Bea wollen mit der DA20 fliegen, Manfred P. samt Familie hat eine C172 reserviert, Carl und ich wollen mit einer weiteren C172 mitkommen. Zusätzlich will Manfred L. aus Rostock zu uns stoßen. Als ich nach dem Klingeln meines Weckers zum Himmel schaue, denke ich: "Ziemlich windig aber sonst geht das Wetter". Kurze Zeit später klingelt das Telefon und Frank sagt ab. Das Wetter ist ihm zu schlecht. Der Wind ist in der Tat nicht von schlechten Eltern. Die Bäume biegen sich ganz ordentlich. Ich schau mir im Internet das Wetter an. Da zieht eine ziemliche Front herein. Das Regenradar zeigt kräftige Niederschläge auf einer langen Linie nördlich von Bremen. Dahinter scheint es besser zu werden. Ich spreche kurz mit Manfred P.. Wir wollen uns erst einmal auf dem Platz treffen und dann gemeinsam entscheiden. Also schnell frühstücken. Schon auf dem Weg zum Airfield beginnt es bereits zu regnen. Eigentlich ist mir jetzt schon klar, daß es mit unserem Ausflug nix wird. Es ist saukalt, es regnet und der Wind bläst mit über 30 Knoten. Ein erneuter Blick auf die Wetterlage zerstört auch die letzten Hoffnungen. Eine kurze Info nach Rostock zu Manfred L. mit dem Hinweis auf den Ausweichtermin. So gönnen wir uns am Flugplatz noch ein gemütliches Bierchen und fahren wieder nach Hause. Das Wetter blieb den ganzen Sonntag so scheußlich.

Wieder Sonntag, 03.07.2011

Frank und Bea haben keine Zeit. Aber Jürgen würde gern mitkommen. Kein Problem: Bei Carl und mir sind ja noch 2 Plätze frei. Eventuell will Martin noch zu uns stoßen. Schon Tage vorher verheißen die Wetterprognosen nichts Gutes. Aber man kennt ja längerfristige Prognosen und so beschließe ich, mich vorerst nicht zu ärgern und erst einmal abzuwarten. Aber auch am Samstag abend sind die Prognosen nicht viel besser geworden. Es soll den ganzen Sonntag regnen. Nachdem ich meine Augen öffne stelle ich fest, daß es schon einmal nicht regnet. Der Wind ist kräftig, aber nicht so stark wie 3 Wochen zuvor. 13 Grad, Himmel bedeckt. Da klingelt das Telefon. Manfred P. ist am Apparat: "Das Wetter ist ja noch schlechter als beim letzten Mal, da brauchen wir gar nicht erst zu Platz." Ich antworte verschlafen: "Hab noch nicht nach den Wettermeldungen geschaut." Manfred will mit Helmut sprechen, der sich am PLatz gleich die Wettermeldungen anschauen wird. In der Zwischenzeit schaue ich nach dem Wetter: Der Wind bläst überall ziemlich stark. Bodenwinde bis 30 Knoten. Über Schleswig-Holstein hängen die Wolken in nur etwa 600 Fuß. Die Sichten darunter sind gar nicht so schlecht. Der Mann vom Wetterdienst meint: "Wenn man unbedingt hin muß, mag das an der holsteinischen Westküste noch gehen. Weiter nach Osten geht aber nichts mehr." Das bestätigt auch Manfred L., der wieder aus Rostock zu uns stoßen wollte: "Ich komm hier gar nicht raus, die Wolken reichen bis zum Boden, Starkregen und Gewitter!". Jürgen ruft an und sagt ab. Ich vereinbare mit Manfred P., daß wir uns erst mal am Flugplatz treffen und dann weiter entscheiden.

Die Pläne werden geändert

Letztlich stellt Helmut dann am Platz die entscheidende Frage: "Muß es unbedingt Heide-Büsum sein?" Musste es natürlich nicht. In Richtung Westen sieht das Wetter deutlich besser aus. Der Wind bläst allerdings überall sehr kräftig. Aber die Landebahn auf Borkum liegt genau in Windrichtung. Also heisst unser neues Ziel Borkum und vielleicht kann man dort ja auch Krabben essen? Also eine Instant-Flugplanung, schnell noch tanken und dann geht es bei kräftigem Crosswind in die Luft. Bei einer Wolkenuntergrenze um 1500 Fuß geht es Funkturm Steinkimmen vorbei über Oldenburg am Zwischenahner Meer vorbei Richtung Emden. Die Papenburger Meyerwerft ist am Horizont gut auszumachen. Nach etwa 40 Minuten überfliegen wir den Leuchtturm Pilsum (Otto Waalkes schaut aber nicht aus dem Fenster). Nach kurzer Zeit taucht Borkum aus dem Dunst auf, die Landebahn liegt genau in Anflugrichtung. 35 Knoten Wind genau auf der Nase. Einige Minuten später sind wir gut gelandet, die beiden Maschinen abgestellt, die Landegebühr bezahlt. Zwei Schweden, die wieder nach Haus wollen, erkundigen sich besorgt nach dem Wetter.

Wer die Imbißbude verschmäht, ist selber schuld

Der Flugplatz von Borkum liegt ziemlich abseits, aber genau gegenüber findet sich das schmucke Dünenhotel, vor der Tür Tafeln, die einem den Mund wässrig machen (Grillplatte und ähnlich feine Dinge werden feil geboten). Da wir noch nicht übermäßig hungrig sind, beschließen wir noch einen Spaziergang zu machen. Wir wollen ja schließlich die Nordsee ganz aus der Nähe sehen. Unterwegs treffen wir auf eine kleine Restauration in den Dünen - eigentlich eher ein Imbiß (der aber offenbar auch viele Fischgerichte im Angebot hat). Wir ignorieren diese gastronomische Einrichtung, was sich bald als großer Fehler herausstellen soll. Wir genießen die Seeluft und die steife Briese am Strand und begeben uns in süßer Vorfreude auf kulinarische Höhepunkte und inzwischen richtig hungrig zurück in Richtung Flugplatz. Hoffnungsvoll betreten wir das schicke Dünenhotel. In einem Hotelbuchungsportal im Internet steht zu lesen: "Morgens stärken Sie sich am reichhaltigen Frühstücksbuffet. Im Hotelrestaurant kosten Sie zum Mittag- und Abendessen regionale und saisonale Spezialitäten. Zudem können Sie im Sommer auf der Terrasse speisen." Nun ja, Kaffee und Kuchen wird uns offeriert. Mittagstisch gäbe es nicht, auch ein Würstchen oder ein paar Bratkartoffeln seinen nicht drin. Etwas anderes als Kuchen gäbe es erst am Abend! Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir sind richtig sauer. Da wir allerdings auch ziemlich durstig sind, gönnen wir uns wenigstens eine Cola und ziehen frustriert wieder zum Flugplatz. Nach Kuchen ist uns nicht zumute. Rasch sind die Maschinen klar. PA 28 und C 172 starten unmittelbar nacheinander, Manfred kurvt nach dem Start nach links, Ingmar nach rechts und beide schlagen wir dann den Kurs Richtung Pilsum ein. Manfred kann sich nicht verkneifen, die andere Crew mit einem Überholmanöver einen ordentlichen Schreck einzujagen.

Wohlbehalten landen beide Maschinen trotz kräftigem Seitenwind schließlich wieder in Ganderkesee. Alle sind sich einig: Es war ein sehr schöner Ausflug (auch wenn die Mägen noch immer knurren). Wir gönnen uns ein Bierchen, erledigen den Schreibkram und freuen uns alle auf eine kräftige Mahlzeit zu Hause.

 

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